19. November 2018

„Ob jung, ob alt – Zusammenhalt!“ BvLB beim 2. Bundesseniorenkongress des dbb in Berlin

  • v.l.n.r.: - Wolfgang Lambl, Stellv. Bundesvorsitzender, Leiter Geschäftsbereich „Dienst- und Tarifrecht Versorgungsrecht / Seniorenpolitik / FachlehrerInnen“ - Dr. Ernst John, Delegierter - Heiko Pohlmann, Delegierter - Dr. Horst Günther Klitzing, Vorsitzender dbb-Bundesseniorenvertretung - Wilhelm Schröder, BvLB-Bundesseniorenvertreter - Ulrich Silberbach, dbb-Bundesvorsitzender - Jochen Kuhs, Delegierter - Jürgen Fechner, Delegierter - Dr. Angelika Rehm, Gastdelegierte

Unter dem richtungsweisenden Motto: „Ob jung, ob alt – Zusammenhalt!“ haben die Delegierten des 2. dbb-Bundeseniorenkongresses am 29. und 30. Oktober 2018 im dbb Forum Berlin die seniorenpolitischen Leitlinien für die kommenden fünf Jahre diskutiert und festgelegt. Für den Vorstand der dbb Bundesseniorenvertretung standen zudem Neuwahlen an. Der bisherige Bundesvorsitzende Wolfgang Speck und seine Stellvertreterin Uta Kramer-Schröder stellten sich nicht mehr zur Wahl. Wolfgang Speck hat die Bundesseniorenvertretung seit ihrer Gründung im Jahr 2013 außerordentlich wirkungsvoll geleitet. Dank und Anerkennung wurden ihm durch die einstimmige Wahl zum Eh-renvorsitzenden zuteil.

Als neuer Vorsitzender der dbb Bundesseniorenvertretung wurde Dr. Horst Günther Klitzing (DPhV) gewählt. Neue Stellvertreterin wurde Anke Schwitzer (DSTG). Max Schindlbeck (VBE) und Klaus-Dieter Schulze (komba) wurden als weitere stellvertretende Vorsitzende in ihren Ämtern bestätigt.  In seiner Vorstellungsrede betonte Dr. Horst Günther Klitzing: „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sich lohnt, Politik für Senioren zu machen, und dass es wichtig ist, die Anliegen der älteren Generation sowohl innerhalb des dbb zu vertreten als auch nach außen in die Gesellschaft zu tragen.“ Als wichtige Schwerpunkte seiner seniorenpoliti-schen Arbeit nannte Klitzing Gesundheitspolitik, Pflege und Pflegeversicherung sowie die Lösung der immer noch vorhandenen Probleme im Rentenrecht der neuen Länder. Weiter möchte der promovierte Chemiker dazu beitragen, Ungleichheiten zu Lasten der Älteren bei Versorgung und Infrastruktur auszugleichen: „Es kann nicht sein, dass die gesellschaftliche Teilhabe von den Angeboten abhängig ist, die der jeweilige Wohnort älteren Menschen bietet oder eben nicht bietet.“ In ihrer ersten Amtsperiode habe die neue Interessenvertretung den Beweis erbracht, dass die Seniorinnen und Senioren im dbb ihre Interessen artikulieren und vertreten können: „Diese erfolgreiche Arbeit werden wir als neue Geschäftsführung fortsetzen“, bekräftigte Klitzing. Als vorrangige Themen für die kommenden fünf Jahre nannte der Senioren-Chef das Eintreten gegen Pläne, das Renteneintrittsalter weiter zu verschieben. „Man sollte zuerst die Voraussetzungen schaffen, dass die Leute überhaupt bis zum 67. Lebensjahr durchhalten.“

Als weiteres Kernthema liege der Bundesseniorenvertretung der Schutz kommender Generationen vor Altersarmut am Herzen: Auch die Menschen mit unterbrochener Erwerbsbiografie, zu denen viele Frauen gehören, die wegen Kindererziehung oder der Pflege Angehöriger nur geringe Rentenansprüche erwerben konnten, sollten im Alter ausreichend versorgt sein. Die Fortsetzung und Vertiefung des Dialogs der Generationen nutze allen Seiten, gab sich Klitzing überzeugt. Es sei wichtig hierbei eines klarzustellen: „Wir Älteren wollen nicht auf Kosten der Jüngeren leben, sondern dazu beitragen, dass sie unsere Fehler nicht wiederholen.“

147 Delegierte als Seniorenvertreter/innen aus den dbb-Fachgewerkschaften stimmten über die drei richtungweisenden Positionspapiere der dbb-Seniorenvertretung zu den Themen Alterssicherung, Gesundheit und Pflege sowie Teilhabe im Alter ab. Die weiteren 143 Anträge aus den dbb-Fachgewerkschaften ergänzten und konkretisierten die drei Positionspapiere sehr detailreich und konkret. Sie stellen eine wertvolle Richtschnur für das Handeln des neu gewählten Vorstandes der Hauptversammlung der dbb-Bundesseniorenvertretung dar.  Der BvLB war auf dem Bundesseniorenkongress mit einem starken Team an erfahrenen Delegierten und Gastdelegierten vertreten, die sich aktiv und in vielen Gesprächen in die Arbeit auf Bundesebene eingebracht haben. Auch mit dem dbb-Bundesvorsitzenden Ulrich Silberbach haben wir uns am Rande des Kongresses über BvLB-spezifische Themensetzungen rege ausgetauscht. Der Stellv. BvLB-Bundesvorsitzende Wolfgang Lambl und der BvLB-Bundesseniorenvertreter Wilhelm Schröder gratulierten zusammen mit den BvLB-Delegierten dem neuen Vorsitzenden der dbb-Bundesseniorenvertretung Dr. Horst Günther Klitzing herzlich zu seinem neuen Amt. Sie wünschten ihm viel Erfolg und Augenmaß bei der seniorenpolitischen Interessensvertretung der im dbb organisierten Beamtinnen, Beamten und Tarifbeschäftigten.  

Wilhelm Schröder (BvLB-Bundesseniorenvertreter)