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Für eine starke berufliche Bildung

BvLB-Delegiertenversammlung stellt mit „Berliner Erklärung“ Zwölf-Punkte-Plan zur Zukunftssicherung der beruflichen Bildung auf

Die Delegiertenversammlung des Bundesverbandes der Lehrkräfte für Berufsbildung (BvLB) hat sich in Berlin für eine Stärkung der beruflichen Bildung auf allen Feldern ausgesprochen. Die berufliche Bildung ist ein elementarer gesellschaftlicher Stützpfeiler. Sie muss bestens für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet sein, um resilient zu werden und die dringend benötigten Fachkräfte von Morgen bedarfsgerecht ausbilden zu können.

Gleichzeitig wurde turnusmäßig nach vier turbulenten wie erfolgreichen Jahren ein neuer Vorstand gewählt und die bisherigen Vorsitzenden mit Dankesreden verabschiedet. Joachim Maiß und Eugen Straubinger, die den Verband als Doppelspitze nach erfolgter Fusion geführt haben, verabschiedeten sich aus dem aktiven Dienst für die Berufsbildner. Pankraz Männlein und Dr. Sven Mohr, bisher stellvertretend tätig, bilden die neue Doppelspitze des BvLB, der die Interessen von 124 000 Lehrkräften und von rund 2,4 Millionen Schülerinnen und Schülern an beruflichen Schulen vertritt.

Die 270 Delegierten haben in Berlin über die Herausforderungen und Perspektiven der beruflichen Bildung beraten und richtungsweisende Pflöcke eingeschlagen. Das Ergebnis ist als „Berliner Erklärung“ festgeschrieben.

Basis dafür sind die gemeinsamen bundesweiten wie auch die spezifischen Herausforderungen auf Länderebene, denen sich die Akteure in der beruflichen Bildung stellen müssen. Der Themenkanon reicht vom eklatanten Lehrermangel über die massiven Ausstattungsunterschiede an den Schulen bis hin zum Schulbau- und Digitalisierungsstau, der speziell während der Coronakrise offenbar wurde. Corona ist noch längst nicht überwunden, da sehen sich die Lehrkräfte in Folge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine mit der nächsten Herausforderung konfrontiert. Eine Herkulesaufgabe, die auf ein Schulsystem trifft, das am Limit ist. Die Lehrkräfte sind lange überlastet, der Krankenstand an den Schulen liegt teils bei 50 Prozent. Darum ist es zwingend notwendig, die Schulen, die Schulverwaltungen und die Lehrkräfte resilient aufzustellen und darüber eine gewisse Verlässlichkeit in sehr unruhigen Zeiten zum Wohle der jungen Menschen herbeizuführen.

Daneben brennen den Berufsbildnern Entwicklungen unter den Nägeln, wie die zunehmend lähmende Bürokratisierung von Schulorganisation und Bildungsverwaltung, die sich rapide wandelnden Anforderungen an die Lehrkräfte infolge der digitalen Transformation und die Veränderung des sozio-ökonomischen Umfeldes hin zu Internationalisierung und Globalisierung und die damit verbundene Migration. In dieser Situation könnte mehr Eigenverantwortung der beruflichen Schulen und eine an den spezifischen Erfordernissen der beruflichen Bildung orientierte Bildungsverwaltung mehr als hilfreich sein.

Um für die an den beruflichen Schulen zu qualifizierenden jungen Menschen wie auch für die ausbildende Wirtschaft attraktiv zu bleiben, muss die berufliche Bildung zukunftsfähig aufgestellt werden.

 

Berliner Erklärung

Die berufsbildenden Schulen in Deutschland benötigen…

  1. Dauerhafte, solide Finanzierung für Sanierung, Modernisierung sowie Ausbau beruflicher Schulen und
    Erhalt und Ausbau beruflicher Schulzentren in der Fläche
  2. Imagekampagne für das Lehramt an beruflichen Schulen
  3. Stellen für Lehrkräfte zur Sicherung einer angemessenen Unterrichtsversorgung
  4. Entwicklung zeitgemäßer und flexibler Arbeitszeitmodelle
  5. Weiterentwicklung der beruflichen Fachdidaktiken unter besonderer Berücksichtigung der digitalen
    Möglichkeiten durch Vertreter:innen der Unterrichtspraxis, betriebliche Ausbilder:innen und
    Wissenschaft
  6. Einrichtung von E-Didaktik-Lehrstühlen an den berufs- und wirtschaftspädagogischen Instituten der
    Universitäten
  7. Zeitgemäße Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften
  8. Neue Konzepte für die Berufsorientierung
  9. Unterstützungssysteme für digitale Innovationen
  10. Erweiterung der Eigenverantwortung beruflicher Schulen
  11. Konkurrenzfähige Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen sowie Beamtenstatus für alle Lehrkräfte
  12. Anpassung der Prüfungsformate an die durch die Digitalisierung veränderten Lehr-Lern-Konzepte

 

… um auch in Zukunft die Schülerinnen und Schüler bestmöglich qualifizieren zu können!

 

Fakt ist: Deutschlands wichtigste Ressource sind seine Köpfe. Deshalb muss jetzt massiv in die Bildung investiert werden, damit der Wirtschaftsstandort zukunftsfähig bleibt, um die Demokratie aus der Mitte der Gesellschaft heraus zu stärken.

 

Gemeinsam für eine gute zukunftsfähige berufliche Bildung.

Gemeinsam für die Zukunft unserer jungen Menschen.

Gemeinsam für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

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