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29. Oktober 2018

Herkunft prägt Bildung

Die Chancen sozial benachteiligter Jugendlicher verbessern sich im deutschen Bildungssystem nur langsam. Nur knapp 15 Prozent der Erwachsenen mit Eltern ohne Abitur erreichen ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Verglichen mit anderen Ländern hat Deutschland beim Thema Chancengleichheit allerdings aufgeholt, wie aus der von der OECD gerade vorgestellten Auswertung der Pisa-Ergebnisse des Jahres 2015 hervorgeht.

„Wenn die soziale Herkunft noch immer in erheblichem Maße den Bildungserfolg bestimmt, dann ist das für eine soziale Demokratie wie Deutschland ein Armutszeugnis. Ich fürchte, dass es angesichts von Zuwanderung, Lehrermangel und schlecht ausgestatteter Schulen schon weitere Rückschritte gegeben hat im Vergleich zu den Daten der Studie aus dem Jahr 2015“, kritisiert Bundesvorsitzender Joachim Maiß

„Viele benachteiligte Jugendliche besuchen berufliche Schulen. Diese ermöglichen mit ihren Angeboten beruflich akzentuierte Bildungswege, für die Durchlässigkeit und Integration zentrale Merkmale sind. Jugendliche können nicht nur unterschiedliche allgemeinbildende Schulabschlüsse erwerben, sondern auch eine umfassende Berufsvorbereitung erfahren. Dazu benötigen wir aber eine bessere personelle Ausstattung nicht nur an Lehrkräften, sondern auch an Sozialpädagogen und Familienhelfern. Auch für die Integration von Flüchtlingen müssen weitaus mehr Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Viele berufliche Schulen fühlen sich da im Stich gelassen“, führt der zweite, gleichberechtigte Bundesvorsitzende Eugen Straubinger aus.

„Die beruflichen Schulen benötigen eine Unterrichtsversorgung von mindestens 100 Prozent, hoch motivierte Lehrkräfte, kleinere Klassen und eine bessere Ausstattung, damit Jugendliche aus bildungsfernen Elternhäusern erfolgreich beschult werden können“, fordert Joachim Maiß.

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